Zammad Preise 2026: Open Source mit Preisschild — wann sich welcher Plan rechnet
Zammad Preise 2026 im Check: Alle Cloud-Tarife, Self-Hosting-Kosten und Support-Verträge. Plus: Warum der 5-Euro-Plan für E-Commerce zu wenig ist und ab wann sich welcher Plan lohnt.


By Johannes Mansbart
CEO & Co-Founder, chatarmin.com
Zuletzt geändert: April 01, 2026
Vergleiche
☝️ Das Wichtigste in Kürze
- Eines der fairsten Helpdesks am Markt: Zammad ist transparent bei den Preisen, konsequent beim Datenschutz und als Open-Source-Lösung vollständig auditierbar. Wer kein WhatsApp braucht, bekommt für 15 €/Agent ein Ticketsystem, das Zendesk im Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich schlägt.
- Drei Cloud-Tarife von 5 € bis 24 € pro Agent/Monat — aber WhatsApp und Facebook gibt es erst im teuersten Plan. Wer Omnichannel braucht, kalkuliert direkt mit 24 €.
- Self-Hosting ist lizenzkostenfrei, aber nicht gratis: Server, Admin-Stunden und Sicherheitspatches kosten schnell 320–640 € pro Monat — mehr als die Cloud-Variante für kleine Teams.
- DSGVO ohne Kompromisse: Deutsche Rechenzentren, ISO-27001-Zertifizierung, Open-Source-Transparenz. Für Compliance-getriebene Unternehmen ein echtes Argument.
- Feature Sponsoring als Sonderweg: Fehlende Funktionen lassen sich finanzieren und wandern danach in den Open-Source-Core — ein Modell, das im SaaS-Markt selten ist.
Dein Support-Team wächst auf 12 Leute. Du brauchst WhatsApp im Kundenservice. Du willst ein DSGVO-konformes Helpdesk mit deutschem Hosting. Zammad landet auf deiner Shortlist — und der Einstiegspreis von 5 € pro Agent klingt fast zu gut.
Ist er auch. Zumindest für E-Commerce.
Der 5-€-Starter kann weder Chat noch WhatsApp noch Telegram. Kein SLA-Management, keine Knowledge Base. Für ein Drei-Personen-Team, das nur E-Mail-Tickets bearbeitet, reicht das. Für alle anderen nicht.
Open Source, closed Features: Was du für 5 €, 15 € und 24 € bekommst
Zammad bietet drei Cloud-Tarife. Die Preise gelten pro Agent und Monat — bei jährlicher Zahlung sparst du rund 10 %. Die Feature-Unterschiede zwischen den Stufen sind allerdings gravierend.
Die Preistabelle
| Starter | Professional | Plus | |
|---|---|---|---|
| Preis (jährlich) | 5 €/Agent | 15 €/Agent | 24 €/Agent |
| Preis (monatlich) | 7 €/Agent | 17 €/Agent | 26 €/Agent |
| Max. Agenten | 5 | 35 | Unbegrenzt |
| Kanäle | E-Mail, Webformular, SMS | + Chat, Telegram | + WhatsApp, Facebook |
| Knowledge Base | Nein | Ja (einsprachig) | Ja (mehrsprachig) |
| SLAs | Nein | Ja | Ja |
| Core Workflows | Nein | Nein | Ja |
| Speicherplatz | 10 GB | 25 GB | 50 GB |
| Max. Anhangsgröße | 10 MB | 35 MB | 50 MB |
| Support | E-Mail (8×5) | E-Mail (8×5) | E-Mail + Telefon (8×5) |
Starter (5 €/Agent): Für wen das reicht
Maximal fünf Agenten. Nur E-Mail und Webformular. Kein Chat, kein Messaging, kein SLA-Tracking. Für kleine B2B-Teams mit überschaubarem Ticketvolumen funktioniert das. Für einen E-Commerce-Shop, der 2026 ernsthaft Kundenservice betreibt, ist der Starter zu eingeschränkt.
Und: 10 GB Speicherplatz klingen nach viel, bis du merkst, wie schnell E-Mail-Anhänge und Bilder in Tickets den Speicher füllen. Wer regelmäßig Produktfotos oder PDF-Rechnungen im Support bearbeitet, stößt da innerhalb weniger Monate an die Grenze.
Professional (15 €/Agent): Der Sweet Spot ohne WhatsApp
Chat und Telegram kommen dazu. Zammad wirbt damit, dass der Smart Chat Anfragen bis zu 7× schneller löst als klassische E-Mail-Tickets. SLAs und eine einsprachige Knowledge Base sind inklusive. Das Agenten-Limit liegt bei 35 — für die meisten mittelgroßen Teams ausreichend.
Was fehlt: WhatsApp und Facebook. Du zahlst das Dreifache des Starters und bekommst trotzdem nicht den Kanal, über den ein Großteil der Endkunden im DACH-Raum am liebsten kommuniziert.
Trotzdem: Für Unternehmen, deren Support primär über E-Mail und Web-Chat läuft — IT-Dienstleister, Agenturen, interne Helpdesks — ist der Professional-Plan das beste Angebot in diesem Preissegment.
Plus (24 €/Agent): Omnichannel mit allem, was dazugehört
Erst hier werden WhatsApp und Facebook freigeschaltet. Dazu kommen Core Workflows, eine mehrsprachige Knowledge Base und unbegrenzte Agenten. Der Telefon-Support von Zammad ist ebenfalls erst ab diesem Plan verfügbar.
24 € pro Agent für ein Helpdesk mit deutschen Servern, ISO-27001-Zertifizierung und Omnichannel-Fähigkeit — das ist im Marktvergleich fair. Zum Vergleich: Zendesk Suite Team kostet rund 55 USD (ca. 51 €) pro Agent. Bei Capterra erreicht Zammad 5,0 von 5 Sternen in der Kategorie „Value for Money" — Zendesk liegt dort bei 4,2. Auch bei G2 wird Zammad regelmäßig als „High Performer" gelistet.
Der Punkt ist: Kalkuliere von Anfang an mit 24 €, nicht mit 5 €. Wer mit dem Starter beginnt und nach drei Monaten auf Plus upgraden muss, hat sich nur das Onboarding doppelt gemacht.
Self-Hosting: Lizenzkostenfrei heißt nicht kostenlos
Zammad ist Open Source. Die Community Edition kannst du herunterladen und auf eigenen Servern betreiben, ohne einen Cent an Zammad zu zahlen. Die Software ist gratis. Alles drumherum nicht.
Die Rechnung, die auf keiner Preisseite steht
| Posten | Geschätzte Kosten/Monat |
|---|---|
| Server (je nach Teamgröße/Traffic) | 15–120 € |
| Backup-Speicher, SSL, ggf. Load Balancer | 10–50 € |
| Admin-Stunden (4–8 h/Monat, à 80 €) | 320–640 € |
| Gesamt | 345–810 € |
Für ein 10-Personen-Team in der Cloud zahlst du 10 × 24 € = 240 € pro Monat im Plus-Plan. Self-Hosting kostet dich allein für die Wartung mehr — und das, bevor du eine einzige Support-Anfrage bearbeitet hast.
Die Faustregel: Unter 20 Agenten lohnt sich Self-Hosting fast nie. Ab 50 Agenten kippt die Rechnung, weil die Pro-Agent-Gebühren wegfallen und sich die fixen Infrastrukturkosten auf mehr Nutzer verteilen.
Managed Hosting: Die Grauzone zwischen Cloud und Self-Hosted
Was Zammad auf der eigenen Website nicht bewirbt: Anbieter wie Elestio oder CloudClusters hosten Zammad als Managed App — oft ab ca. 5–15 USD pro Monat für kleine Instanzen. Auch über den AWS Marketplace (z. B. via ATH Infosystems) lässt sich Zammad betreiben.
Der Vorteil: Du sparst dir die Wartung und zahlst deutlich weniger als in der offiziellen Cloud. Der Nachteil: Kein Hersteller-Support. Bei Problemen bist du auf die Community und den Hoster angewiesen. Für technisch versierte Teams eine echte Option — für alle anderen ein Risiko.
Support-Verträge für Self-Hoster
Wer Self-Hosting betreibt und trotzdem Hersteller-Support will, zahlt dafür extra:
| Plan | Preis/Jahr | Support-Kanal | Reaktionszeit | Service-Anfragen |
|---|---|---|---|---|
| Business | 2.999 € | max. 6 h | 15 | |
| Enterprise | 5.999 € | E-Mail + Telefon | max. 4 h | 45 |
| Corporation | 9.999 € | E-Mail + Telefon | max. 2 h | 95 |
Beim Business-Plan für 2.999 € pro Jahr bekommst du 15 Anfragen. Das sind rechnerisch knapp 200 € pro einzelnem Support-Ticket. Das Wort „kostenlos" verliert da seinen Glanz.
Zammad vs. Zendesk: Halber Preis, andere Trade-offs
Die meisten E-Commerce-Teams vergleichen Zammad mit Zendesk. Der Preisunterschied ist deutlich — die Frage ist, was du dafür bekommst.
Wo Zammad punktet:
- Hosting in deutschen Rechenzentren (ISO 27001)
- DSGVO-Konformität ohne US-Cloud-Risiken
- Open-Source-Transparenz: Du weißt, was unter der Haube passiert
- Weniger als die Hälfte des Zendesk-Preises für vergleichbare Basis-Features
Wo Zendesk voraus ist:
- Deutlich größeres App-Ökosystem und Marketplace
- Mehr native Integrationen (Shopify, Salesforce etc.)
- Fortgeschrittenere KI-Features und Automatisierungen
- Besseres Reporting out of the box
Für ein Support-Team im DACH-Raum mit 10–30 Agenten, das Wert auf Datensouveränität legt, ist Zammad die wirtschaftlich sinnvollere Wahl. Wer ein internationales Team mit 100+ Agenten und komplexen Automatisierungen betreibt, fährt mit Zendesk trotz höherer Kosten oft besser.
Zammad vs. ArminCX: Ticketsystem trifft Umsatzkanal
Der Zendesk-Vergleich ist der Klassiker. Aber wenn du einen Online-Shop betreibst, stellt sich eine andere Frage: Was passiert, wenn du WhatsApp nicht nur als Support-Kanal brauchst, sondern als Umsatztreiber?
Genau da liegt der Unterschied zwischen einem Helpdesk und einer E-Commerce-Plattform für Kundenkommunikation.
| Zammad Plus | ArminCX | |
|---|---|---|
| Pricing-Modell | Pro Agent (24 €/Monat) | Nutzungsbasiert, nicht pro Agent |
| Nur im Plus-Plan | Nativ in allen Plänen | |
| KI-Automatisierung | Trigger & Macros | KI-Agenten, bis zu 70 % Ticket-Automatisierung |
| Shopify-Integration | Nicht nativ | Native Anbindung (+ WooCommerce, Klaviyo, Billbee) |
| WhatsApp-Marketing | Nicht enthalten | Kampagnen, Flows, Newsletter inklusive |
| Hosting | DE (ISO 27001) | EU-Hosting, DSGVO-konform |
Zammad ist die bessere Wahl, wenn du ein klassisches IT-Ticketsystem brauchst, Self-Hosting willst oder dein Support primär über E-Mail läuft. Zammad bedient auch Behörden, NGOs und interne IT-Teams — ArminCX nicht.
ArminCX ist die bessere Wahl, wenn du einen Shopify- oder WooCommerce-Shop betreibst und WhatsApp als vollwertigen Kanal für Support und Marketing nutzen willst. Kein Pro-Agent-Pricing, dafür KI-Agenten, die Standardanfragen rund um die Uhr beantworten.
Der entscheidende Punkt: Zammad verwaltet Tickets. ArminCX automatisiert Kundenservice und generiert gleichzeitig Umsatz über WhatsApp. Für E-Commerce-Teams, die beides brauchen, ist das der relevantere Vergleich.
Drei Details, die im Preisvergleich untergehen
Feature Sponsoring
Was mir an Zammad gefällt: Wenn dir ein Feature fehlt, kannst du dessen Entwicklung per Feature Sponsoring bezahlen. Die Funktion wandert danach in den Open-Source-Core und steht allen Nutzern zur Verfügung. So wurde zum Beispiel das „Mentions"-Feature finanziert. Ein Modell, das im SaaS-Markt selten ist — und das ich mir von mehr Anbietern wünschen würde.
Migration von OTRS und Jira
Falls du von OTRS (keine Community Edition mehr) oder Jira Service Management (zu komplex und teuer für reinen Kundensupport) wechselst: Zammad bietet kostenlose Migratoren für beide Systeme. Die Datenübernahme funktioniert direkt über die Admin-Oberfläche.
NGOs und Non-Profits
Zammad bietet keinen speziellen Cloud-Rabatt für gemeinnützige Organisationen. Deshalb nutzen viele NGOs — darunter Organisationen wie Amnesty International — die kostenlose Self-Hosted-Version. Keine Lizenzgebühren, volle Datentransparenz. Für Organisationen mit strikten Compliance-Anforderungen und eigener IT ist das die wirtschaftlichste Option.
Für wen rechnet sich welcher Zammad-Plan?
Starter (5 €/Agent): Kleine B2B-Teams (max. 5 Personen), die ausschließlich per E-Mail supporten. Kein Messaging, kein Chat, kein SLA. Für E-Commerce in den meisten Fällen zu eingeschränkt.
Professional (15 €/Agent): Teams, die Chat und Telegram brauchen, aber auf WhatsApp und Facebook verzichten können. SLAs und Knowledge Base inklusive. Bis 35 Agenten. Für deutschsprachige Unternehmen ohne internationalen Messaging-Bedarf der Sweet Spot.
Plus (24 €/Agent): Der Plan für wachsende E-Commerce-Teams, die Omnichannel ernst meinen. WhatsApp, Facebook, Core Workflows, mehrsprachige Knowledge Base, unbegrenzte Agenten.
Self-Hosted: Unternehmen mit eigener IT-Abteilung und strikten Compliance-Anforderungen — Banken, Behörden, Konzerne mit 50+ Agenten. Wer einen Shopify-Shop mit 12 Mitarbeitern betreibt, sollte die Finger davon lassen.
Häufige Fragen zu Zammad Preisen
Fragen zu Kosten und Plänen
Ist Zammad wirklich kostenlos? Die Open-Source-Version (Community Edition) ist lizenzkostenfrei. Kosten entstehen für Hosting, Wartung und IT-Personal. Die Cloud-Version startet bei 5 € pro Agent und Monat.
Was kostet Zammad mit WhatsApp? WhatsApp gibt es in der Cloud nur im Plus-Plan für 24 € pro Agent/Monat. Im Self-Hosting fallen keine Lizenzgebühren an, aber die technische Einrichtung der WhatsApp Business API ist komplex.
Kann ich Zammad monatlich kündigen? Ja, bei monatlicher Zahlweise ist das Abo jederzeit zum Monatsende kündbar. Jahresverträge binden für 12 Monate, sind aber 10 % günstiger.
Wie viel Speicherplatz ist inklusive? Gestaffelt: 10 GB (Starter), 25 GB (Professional), 50 GB (Plus). Wer viele Anhänge bearbeitet, sollte direkt mit dem Plus-Plan kalkulieren.
Fragen zu Features und Technik
Gibt es eine mobile App? Nein, Zammad hat keine native App. Die Oberfläche ist aber responsive und funktioniert im mobilen Browser problemlos.
Kann ich fehlende Features kaufen? Ja — über Feature Sponsoring. Unternehmen finanzieren die Entwicklung gewünschter Funktionen, die danach in den Open-Source-Core wandern.
Ist Zammad DSGVO-konform? Ja. Die Zammad GmbH hostet Cloud-Instanzen in ISO-27001-zertifizierten deutschen Rechenzentren. Bei Self-Hosting hast du volle Kontrolle über alle Daten.
Fragen zu Migration und Vergleich
Ist die Migration von OTRS oder Zendesk einfach? Ja. Zammad bietet kostenlose Migratoren, die Tickets, User und Anhänge automatisch importieren.
Zammad vs. Zendesk: Wer ist günstiger? Zammad liegt bei vergleichbaren Features bei weniger als der Hälfte des Zendesk-Preises. Der Plus-Plan (24 €) bietet Funktionen, die bei Zendesk erst ab 55 USD oder mehr verfügbar sind.
Gibt es Rabatte für NGOs? Nein, keine Cloud-Rabatte für gemeinnützige Organisationen. Viele NGOs nutzen deshalb die kostenlose Self-Hosted-Version.
Fazit: Ehrlich kalkuliert, fair bepreist
Zammad gehört zu den transparentesten Helpdesk-Anbietern am Markt. Die Preise sind klar, die Feature-Grenzen zwischen den Plänen nachvollziehbar, und die Open-Source-Basis schafft eine Vertrauensgrundlage, die proprietäre Anbieter nicht bieten können.
Wer kein WhatsApp braucht, findet mit dem Professional-Plan für 15 € pro Agent kaum ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis im Helpdesk-Segment. Wer Omnichannel will, rechnet mit 24 €. Wer Self-Hosting erwägt, sollte die Admin-Stunden ehrlich einpreisen — nicht nur die Serverkosten.
Das Ergebnis? Ein solides Ticketsystem mit deutschem Hosting, das genau das liefert, was es verspricht. Nicht mehr, nicht weniger.
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